Conzella Präzisionswerkzeuge GmbH hat seine Produktionsdurchlaufzeiten fast halbiert. Der Grund: ein Echtzeit-MES (Manufacturing Execution System) auf Basis von Ninox hat die papierbasierte Planung abgelöst. Conzella plant jeden Monat rund 1.700 Arbeitsgänge. Das zeigt, wie groß dieser Gewinn wirklich ist, für die gesamte Fertigung ein echter Wendepunkt.
Seit fast 100 Jahren stellt Conzella in Albstadt auf der Schwäbischen Alb Präzisionsbohrer, Zentrierkegel, Zentrierspitzen und Spezialwerkzeuge her. Das Familienunternehmen gehörte zu den ersten in Deutschland, die rotierende Zentrierspitzen produzierten. Heute beliefert Conzella mehr als 1.000 Kunden, darunter Erstausrüster großer Maschinenbauer und Werkzeughändler im In- und Ausland. Bei diesem Ruf ist Präzision kein Produktmerkmal, sie ist das ganze Geschäft.
Papierpläne, echte Probleme
Jahrelang lief die Planung auf Papier, und Papier veraltet schnell. Die Planung startete im angebundenen ERP-System, dann druckten Mitarbeiter die Produktionsaufträge aus, um die Reihenfolge für jede Arbeitsstation, Maschine und jeden Mitarbeiter von Hand festzulegen. Das Problem: Sobald ein Auftrag gedruckt war, blieb er starr. Änderungen bei Lieferterminen, Materialengpässe, Verzögerungen bei externen Fertigungspartnern oder ein Maschinen- oder Personalausfall, jede dieser Situationen ließ den gedruckten Plan sofort veralten. Die Teams bauten zusätzliche Planungslisten in Excel, nur um mitzuhalten. Das schuf noch mehr Fehlerquellen und kostete Zeit, die woanders besser aufgehoben gewesen wäre. Auch das ERP-System ständig manuell zu aktualisieren, war keine Option, der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Die Geschäftsführung entschied: Es braucht eine Lösung, die für Veränderung in Echtzeit gebaut ist, statt der Realität ständig hinterherzulaufen. Klar war auch, was diese Lösung können musste, Echtzeit-Synchronisation mit dem bestehenden ERP-System und Automatisierung der wichtigsten Prozesse. Gemeinsam mit dem Ninox Premium Solution Partner KMU Cloud Software GmbH führte Conzella Ninox Smart MES 365 ein. Das ist ein Manufacturing Execution System, das die Produktion digitalisiert und die gesamte Wertschöpfungskette produktiver macht. Ganz praktisch gesagt: Ein MES gibt einem Unternehmen ein digitales Abbild seiner Fertigung, von der Auftragsplanung und -steuerung über die Maschinenreihenfolge bis zur Datenerfassung und Materialverwaltung. Es bildet die Brücke zwischen dem ERP-System und der Fertigung selbst.
Das neue System ist an das Dokumentenmanagementsystem DocuWare angebunden, vereinfacht Prozesse durchgehend und wurde gezielt auf einen kleinen bis mittelständischen Hersteller wie Conzella zugeschnitten, statt das Unternehmen in eine Einheitslösung zu zwingen.
Echtzeit-Abgleich ganz ohne Druck
Manuelle Planung gehört jetzt der Vergangenheit an. Produktionsauftragsdaten fließen in Echtzeit vom ERP-System zu Ninox, und das Produktionsplanungsteam übernimmt Freigabe und Reihenfolge für jede Maschine und Arbeitsstation direkt im System. Muss sich die Reihenfolge der Arbeitsschritte ändern, passiert das direkt am Planungsboard, ganz ohne erneutes Drucken. Das Dashboard weist Aufträge automatisch der richtigen Arbeitsstation und dem richtigen Mitarbeiter zu, und das MES-Zeitmanagement in Ninox sorgt dafür, dass jede Produktionsinformation lückenlos ans ERP-System zurückgemeldet wird.
Melanie Schink, Geschäftsführerin von Conzella, beschreibt es folgendermaßen: „Mit der Ninox MES-Lösung konnten wir unsere Produktionsdurchlaufzeiten fast halbieren."
Für Conzella kam es auf drei Dinge zusammen an: eine digitale Lösung, die zur Arbeitsweise der Fertigung passt, ein System, das jeden Punkt der Anforderungsliste erfüllt, und eine Einführung, die das Budget nicht sprengt. Zusammen haben sie aus einem papierlastigen, fehleranfälligen Prozess einen gemacht, auf den sich das ganze Team verlassen kann.


