Built in Ninox: Zwei Prompts, und dein Maschinenpark läuft

Letzte Aktualisierung
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04.11.2026
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Mit zwei kurzen Prompts an Ninox AI habe ich eine Software erstellt, die Fabrikmaschinen am Laufen hält. Der erste legt das Fundament mit Maschinen und Wartungen, der zweite ergänzt eine Maschinenübersicht mit Kennzahlen und Wartungsplan. Unten findest du beide Prompts zum Kopieren und siehst, was Ninox AI jeweils daraus gemacht hat. Das ist die fünfte Folge von Built in Ninox. In dieser Rubrik wähle ich eine Branche, beschreibe ihren Bedarf in einfachen Worten und zeige dir, wie du die Software selbst erstellst. Diesmal stehe ich in der Werkshalle.

Maschinendaten sind mehr wert, als viele Betriebe denken. Laut Siemens verlieren die 500 größten Unternehmen der Welt jährlich rund 1,4 Billionen US-Dollar durch ungeplante Stillstände, etwa elf Prozent ihres Gesamtumsatzes. Darüber berichtet die AEMT. Der Report betont außerdem die besonderen Herausforderungen für KMU und empfiehlt ihnen Digitalisierung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für den Anfang brauchst du kein großes Digitalprojekt. Du brauchst einen Ort, an dem jede Maschine und jede Wartung zusammenkommt.

Noch ein Hinweis vorab: Unser Team entwickelt Ninox AI ständig weiter. Dein Ergebnis sieht deshalb vielleicht etwas anders aus als meins. Die Struktur bleibt ähnlich, und alles, was nicht passt, lässt du Ninox AI einfach anpassen.

Schritt 1: Du legst das Fundament

Für den Start reichen zwei Sätze, ganz ohne Maschinenliste oder Wartungsplan. Auf dem Home-Bildschirm wählst du „App mit Ninox AI erstellen" und beschreibst, was du brauchst. Mehr verlangt eine AI-native Low-Code-Plattform nicht.

Diesen Prompt verwendest du:

Ich brauche etwas, um die Maschinen in meiner Fabrik zu organisieren. Füg ein paar Beispieldaten hinzu.

Bevor Ninox AI etwas verändert, zeigt sie dir das geplante Datenmodell und wartet auf dein Okay. Bei mir waren es zwei verknüpfte Tabellen. Maschinen enthält Bezeichnung, Seriennummer, Standort, Status, Inbetriebnahme, Betriebsstunden und die nächste Wartung. Wartungen erfasst Titel, Maschine, Art, Status, Beginn, Ende und Kosten. Nach einer zweiten Genehmigung hat Ninox AI die Tabellen mit zehn Maschinen und 14 Wartungen gefüllt. Die Standorte Halle 1 bis 3 und Lager hat sie selbst gewählt. Heißen sie bei dir anders, schreibst du ihr einfach die richtigen Namen.

Damit bist du vielen Betrieben schon einen Schritt voraus. In der langjährigen Wartungsstudie von Plant Engineering, die ReliaMag auswertet, nutzten rund 45 bis 55 Prozent der Befragten eigene Tabellen oder Pläne, rund 39 bis 46 Prozent Papier oder Klemmbretter, oft parallel zu anderer Software.

Jede Tabelle bringt Suchen, Sortieren, Filtern und Gruppieren direkt mit. Standorte und Status haben eigene Farben, eine Maschine in Störung springt dir also sofort ins Auge.

Ehrlich gesagt fiel mir beim genauen Hinsehen etwas auf: Bei einigen Maschinen liegt die nächste Wartung schon in der Vergangenheit. Genau dafür hat Ninox AI am Ende ihrer Zusammenfassung selbst einen nächsten Schritt vorgeschlagen. Den passenden Prompt findest du weiter unten.

Klickst du auf eine Maschine, öffnet sich ihr Datensatz als Formular. Darunter stehen alle Wartungen dieser Maschine mit Art, Status, Beginn und Ende. Weitere Wartungen verknüpfst du direkt im Formular.

Schritt 2: Du ergänzt eine Maschinenübersicht

Tabellen sind ideal für einzelne Maschinen. Als Werksleiter brauchst du aber den Überblick über die ganze Halle. Also habe ich nach einem Dashboard gefragt.

Diesen Prompt verwendest du:

Füg ein Dashboard hinzu, das meine Maschinen gesamt, die Maschinen in Störung und die Wartungskosten zeigt, dazu Maschinen nach Status, Maschinen je Standort und einen Wartungsplan als Zeitleiste.

Ninox AI hat jede geplante Komponente aufgelistet und die Seite nach meiner Genehmigung erstellt. Oben stehen drei Kennzahlen, inklusive der gesamten Wartungskosten. Darunter siehst du, wie viele Maschinen laufen, in Wartung sind, eine Störung haben oder stillgelegt sind, und wie sie sich auf die Hallen und das Lager verteilen. Der Wartungsplan zeigt jede Wartung als Zeitleiste mit einer Markierung für heute. Du wechselst dabei zwischen Quartal, Monat, Woche und Tag.

Die Abfragen liefen laut Ninox AI durch, wie die Seite am Bildschirm aussieht, hat sie aber nicht geprüft. Ich habe deshalb kurz selbst draufgeschaut, und das empfehle ich dir auch.

Übrigens: Du kannst beide Schritte auch in einer Nachricht erledigen. Schreib dazu einfach „Füg ein Dashboard und ein paar Beispieldaten hinzu" an deinen ersten Prompt.

Eine Einstellung, die du kennen solltest

Produktionsdaten sind wertvoll, deshalb sind Erstellen und Datenzugriff in Ninox zwei getrennte Entscheidungen. In deinen Arbeitsbereichseinstellungen steuerst du mit einem Schalter, ob Ninox AI Datensätze lesen, hinzufügen, ändern und löschen darf.

Ist der Schalter aus, erstellt Ninox AI weiterhin Software und fügt Beispieldaten hinzu, greift aber nicht auf deine Datensätze zu. Ist er an, bestätigst du trotzdem jede Änderung, und die Zugriffsrechte deines Teams gelten unverändert.

Mit diesen Prompts baust du weiter aus

Meine zwei Prompts geben dir eine funktionierende Basis für deinen Maschinenpark. Ab hier erweiterst du dieselbe Software Schritt für Schritt in einfachen Worten. Diese Prompts würde ich als Nächstes ausprobieren:

Berechne, welche Wartungen überfällig sind, und zeig sie als Kennzahl im Dashboard.
Leg eine Tabelle für Störungen mit Ursache und Dauer an und verknüpf sie mit meinen Maschinen.
Leg eine Ersatzteilliste mit Mindestbestand an und zeig mir alle Teile, die darunter liegen.
Füg ein Formular hinzu, mit dem Maschinenbediener eine Störung direkt melden.
Füg den Wartungen ein Unterschriftsfeld hinzu, damit Techniker die erledigte Arbeit bestätigen.

Die Ersatzteilliste lohnt sich früh. In einer Zapium-Umfrage gaben 22 Prozent der Instandhaltungsprofis an, Ersatzteile überhaupt nicht zu erfassen. Über Connectors holst du außerdem Lagerdaten aus weclapp oder Xentral in Ninox.

Und weil Ninox eine Low-Code-Plattform ist, brauchst du für alles, was du hier siehst, keine einzige Zeile Skript. Wer im Team Skripting beherrscht, ergänzt bei Bedarf trotzdem eigene Logik.

Das Beste an einer Low-Code-Plattform: Nichts davon ist in Stein gemeißelt. Jede Tabelle, jedes Feld und jede Ansicht passt sich an, sobald neue Maschinen, Hallen oder Wartungsroutinen dazukommen.

So lange habe ich für alles gebraucht: 2 Minuten, 37 Sekunden.

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