.
Best Practice

Low-Code-Lösungen: Welche gibt es und was können sie?

7
min
Zwei Geschäftspartner besprechen im modernen Büro mögliche Low Code Lösungen für ein Projekt. Im Hintergrund ist ein Whiteboard mit Projektnotizen zu sehen.

Jede Abteilung braucht ihre eigene Lösung – und IT-Teams sind überlastet. Hier kommt Low-Code ins Spiel: Mit visuellen Tools und Drag-and-Drop-Bausteinen können Sie Anwendungen entwickeln, ohne eine einzige Zeile Code zu schreiben. Klingt zu schön, um wahr zu sein?

Wir zeigen Ihnen, wie Low-Code-Lösungen funktionieren und welche Plattformen sich besonders lohnen.

Was ist eine Low-Code-Lösung?

Low-Code-Lösungen ermöglichen es Unternehmen, Softwareanwendungen mit minimalem Programmieraufwand zu erstellen. Statt Code von Grund auf zu schreiben, nutzen Sie visuelle Entwicklungsumgebungen, Drag-and-Drop-Funktionalitäten und vorgefertigte Module. So können auch Mitarbeiter ohne tiefgehende IT-Kenntnisse Anwendungen entwickeln. Die Qualität und Funktionalität der Anwendungen bleiben dabei auf einem hohen Niveau.

Welche Funktionen bietet eine Low-Code-Lösung?  

Low-Code-Lösungen zeichnen sich durch eine Vielzahl von Funktionen aus, die die Entwicklung von Anwendungen vereinfachen und beschleunigen. Zu den zentralen Merkmalen gehören:

  • Visuelle Entwicklungsumgebung: Erstellen Sie Anwendungen mittels Drag-and-Drop, ohne umfangreiche Programmierkenntnisse.
  • Vorlagen und Komponenten: Nutzen Sie vorgefertigte Module und Templates, um Standardfunktionen schnell zu implementieren.
  • Prozessautomatisierung: Automatisieren Sie Geschäftsprozesse und Workflows effizient.
  • Integration externer Systeme: Binden Sie problemlos bestehende Systeme und Datenquellen ein.
  • Anpassbare Benutzeroberflächen: Gestalten Sie individuelle Interfaces, die den Anforderungen Ihrer Nutzer entsprechen.
  • Mobile Unterstützung: Entwickeln Sie Anwendungen, die auf verschiedenen Geräten und Plattformen funktionieren.
  • Berichtsfunktionen: Erstellen Sie benutzerdefinierte Berichte und Dashboards für fundierte Entscheidungen.
  • Sicherheitsfeatures: Implementieren Sie Rollen- und Rechtemanagement sowie Datenschutzmechanismen.

Welche Vorteile bieten Low-Code-Lösungen?

Softwareentwicklung galt lange als komplexer und zeitaufwändiger Prozess, der tiefgehende Programmierkenntnisse erforderte. Doch Low-Code-Lösungen verändern die Spielregeln: Statt Monate oder gar Jahre in die Entwicklung zu investieren, können Sie mit wenigen Klicks leistungsfähige Anwendungen erstellen. Diese neue Agilität bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile:

  • Beschleunigte Entwicklung: Reduzieren Sie die Entwicklungszeit durch visuelle Tools und vorgefertigte Komponenten erheblich. 
  • Kosteneffizienz: Sparen Sie Ressourcen, indem Sie weniger Entwicklerzeit benötigen und schneller auf Marktveränderungen reagieren können. 
  • Flexibilität und Skalierbarkeit: Passen Sie Anwendungen schnell an neue Anforderungen an und skalieren Sie diese bei Bedarf.
  • Verbesserte Zusammenarbeit: Fördern Sie die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachabteilungen durch gemeinsame Entwicklungsplattformen. 
  • Geringere Fehlerquote: Minimieren Sie Fehler durch den Einsatz standardisierter Module und automatisierter Tests.
  • Besseres Kundenerlebnis: Reagieren Sie schneller auf Kundenbedürfnisse und bieten Sie optimierte digitale Lösungen an.
Ein Entwickler testet eine Low Code Lösung gleichzeitig auf Smartphone, Laptop und Desktop. Die Benutzeroberfläche zeigt strukturierte Daten und klaren Code.
Mit einer Low-Code-Lösung brauchen Sie weniger Code, um ans Ziel zu kommen.

Low-Code-Lösungen im Vergleich: Diese 5 Tools müssen Sie kennen

Nicht jede Low-Code-Lösung passt zu jedem Unternehmen. Während einige Tools besonders für kleine Teams geeignet sind, bieten andere umfangreiche Funktionen für größere Organisationen. Entscheidend ist, welche Anforderungen Sie haben: Benötigen Sie eine einfache Datenbanklösung, eine tief integrierte ERP-Erweiterung oder eine Plattform mit KI-Funktionen?  

Wir stellen Ihnen fünf leistungsstarke Low-Code-Lösungen vor – und zeigen, welches Tool zu Ihren Bedürfnissen passt.

#1: Ninox

Wer eine intuitive, flexible und leistungsstarke Low-Code-Lösung sucht, kommt an Ninox kaum vorbei. Die Plattform richtet sich besonders an kleine und mittelständische Unternehmen, die individuelle Anwendungen ohne tiefgehende Programmierkenntnisse erstellen möchten.

Mit Ninox können Sie maßgeschneiderte Datenbanken entwickeln, Workflows automatisieren und Geschäftsprozesse effizienter gestalten. Die Plattform bietet eine Vielzahl an Drag-and-Drop-Funktionen, mit denen Sie Anwendungen ganz nach Ihren Anforderungen anpassen können. Dank der flexiblen Hosting-Optionen – sowohl Cloud als auch On-Premise – behalten Sie die volle Kontrolle über Ihre Daten.

Ein weiterer Vorteil ist die nahtlose Integration mit gängigen Geschäftsanwendungen wie Zapier, Make und DATEV. So lassen sich bestehende Prozesse optimal erweitern und automatisieren. Die rollenbasierte Zugriffssteuerung erleichtert die Zusammenarbeit im Team, während individuell anpassbare Dashboards eine übersichtliche Darstellung Ihrer Daten ermöglichen.

Ein Screenshot aus der Ninox-Software, der eine Datenbank zeigt
Mit Ninox haben Sie alle Daten übersichtlich in einer zentralen Lösung.

Zusätzlich bietet Ninox neben einer Vielzahl an Vorlagen auch speziell entwickelte Module wie Ninox HR und Ninox CRM. Diese vorkonfigurierten Lösungen ermöglichen einen besonders schnellen Einstieg in die digitale Verwaltung von Personal- und Kundendaten – ohne komplizierte Einrichtung. Unternehmen können klein starten und ihre Anwendungen nach Bedarf skalieren. Dank regelmäßiger Updates und einer aktiven Community profitieren Nutzer zudem von neuen Funktionen und Best Practices aus der Praxis.

#2: Salesforce Lightning

Salesforce Lightning ist eine leistungsstarke Low-Code-Lösung, die speziell für die Entwicklung von CRM-, ERP- und Dialoganwendungen konzipiert wurde. Mit dem Lightning App Builder können Sie benutzerdefinierte Apps, Homepages und Datensatzseiten erstellen. Die Plattform bietet vorgefertigte Module und ermöglicht die Entwicklung eigener Komponenten mit dem Lightning Component Framework. Ein grafisches Interface mit Drag-and-Drop-Editor erleichtert die Bedienung, während die Programmiersprache APEX für erweiterten Entwicklungsspielraum sorgt. Salesforce Lightning ist cloudbasiert und bietet ein umfangreiches Lernprogramm namens Trailhead sowie einen Marktplatz mit fertigen Komponenten. Allerdings können bestimmte Anpassungen selbst für Experten herausfordernd sein.  

#3: Microsoft Power Apps

Microsoft Power Apps ist Teil der Microsoft Power Platform und ermöglicht die schnelle Entwicklung von Anwendungen innerhalb des Microsoft-Ökosystems. Die Plattform besteht aus Power Apps Studio, App Designer und Power Apps Portal Studio. Dank der benutzerfreundlichen Oberfläche, die an Microsoft PowerPoint erinnert, ist die Einstiegshürde gering. Fertige Vorlagen und Drag-and-Drop-Funktionen erleichtern die App-Erstellung, während die Integration von Machine-Learning-Modellen möglich ist. Die eigens entwickelte Ausdruckssprache Power FX ermöglicht zudem erweiterte Anpassungen.

#4: SAP Build Apps  

Das Tool AppGyver wurde 2022 von SAP übernommen und weiterentwickelt – heute ist es als SAP Build Apps eine leistungsstarke Low-Code-Lösung zur schnellen Entwicklung plattformübergreifender Anwendungen. SAP Build besteht aus den Komponenten Apps, Process Automation und Workzone. Die Plattform bietet vorgefertigte Templates, Unterstützung durch KI und Machine Learning sowie Cloud-Hosting. Ein hoher Schulungsaufwand für Mitarbeiter kann jedoch erforderlich sein, um das volle Potenzial der Plattform auszuschöpfen.

#5: Oracle APEX

Ob als eigenständige Anwendung oder in Verbindung mit Drittanbieter-Datenbanken – Oracle APEX bietet eine vielseitige Low-Code-Lösung für flexible App-Entwicklung. Die Plattform kann sowohl in der Cloud als auch On-Premise betrieben werden und erfordert keine komplizierten Deployment-Schritte. Intelligente Assistenten unterstützen den Entwicklungsprozess, jedoch sind SQL-Kenntnisse für Citizen Developer erforderlich, die mit Oracle APEX arbeiten möchten. Ein umfangreicher Marketplace sowie eine aktive Community bieten zusätzlichen Support. Es ist jedoch zu beachten, dass viele Informationen nur auf Englisch verfügbar sind und das Hosting ausschließlich in der Oracle-Datenbank möglich ist.

Fazit: Low-Code als Schlüssel zur digitalen Effizienz

Low-Code-Plattformen ermöglichen es Unternehmen, ohne großen Entwicklungsaufwand maßgeschneiderte Anwendungen zu erstellen. Besonders Ninox überzeugt mit einer flexiblen und intuitiven Lösung, die sich individuell anpassen lässt. Durch vorgefertigte Module wie Ninox HR und Ninox CRM sparen Sie zusätzlich Zeit und können direkt durchstarten. Nutzen Sie Low-Code, um Prozesse zu optimieren, Innovationen schneller umzusetzen und Ihre digitale Transformation voranzutreiben.

Von analog zu digital - in nur wenigen Tagen.

Machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft. Erfahren Sie in unserem kostenlosen E-Book, wie Sie Effizienz steigern und Kosten senken können.

E-Book herunterladen