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Best Practice

Low-Code in der öffentlichen Verwaltung: Schneller digitalisieren, effizienter verwalten

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Eine Frau arbeitet lächelnd an einem Schreibtisch mit Laptop und Notizen – symbolisch für den Einsatz von Low-Code in der öffentlichen Verwaltung. Die Technologie unterstützt die Digitalisierung administrativer Prozesse.

Die öffentliche Verwaltung steht unter Druck: Bürger und Unternehmen erwarten digitale Services. Gesetzliche Vorgaben wie das Onlinezugangsgesetz (OZG) drängen zur Umsetzung. Gleichzeitig fehlen vielerorts die personellen Ressourcen, um komplexe IT-Projekte zu stemmen. Der Fachkräftemangel in der IT verstärkt das Problem zusätzlich. Doch genau hier bieten Low-Code-Technologien einen Ausweg: Mit geringem Programmieraufwand lassen sich passgenaue Anwendungen schnell und direkt in den Fachabteilungen entwickeln, ohne langwierige Ausschreibungen oder externe Projektteams.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Low-Code in der öffentlichen Verwaltung konkret funktioniert, welche Vorteile er bietet und wie Sie die passende Plattform auswählen.

Was bedeutet Low-Code – und warum es für die öffentliche Verwaltungen relevant?

Low-Code ist eine Technologie, mit der Anwendungen ohne klassische Programmierung entwickelt werden. Statt Zeile für Zeile Code zu schreiben, nutzen Sie visuelle Bausteine, um Prozesse, Datenstrukturen und Benutzeroberflächen zusammenzustellen. Fachabteilungen können so eigene Lösungen umsetzen, ohne ständig auf externe Entwickler oder die IT-Abteilung angewiesen zu sein.

Genau das macht Low-Code für öffentliche Einrichtungen so interessant. Denn hier fehlt es oft nicht nur an Budget, sondern auch an IT-Kapazitäten. Eine Plattform, mit der Fachbereiche selbst aktiv werden können, schafft Unabhängigkeit und beschleunigt die Digitalisierung deutlich. Komplexe Prozesse lassen sich nach und nach digital abbilden und das in einer Sprache, die Sachbearbeiter verstehen. Das Ergebnis sind Anwendungen, die wirklich zur Praxis passen.

Wo Low-Code konkret in Behörden hilft

Wer in der Verwaltung arbeitet, kennt die typischen Hindernisse: lange Laufzeiten, schlecht angebundene Fachverfahren und eine überlastete IT. Auch das Thema Datenschutz sorgt regelmäßig für Unsicherheit. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: digitale Bürgerdienste, nachvollziehbare Abläufe und bessere interne Kommunikation sind mittlerweile Grundvoraussetzung.

Low-Code kann viele dieser Probleme aufgreifen – nicht als Allheilmittel, aber als sehr wirksames Werkzeug. Denn Prozesse lassen sich damit nicht nur digitalisieren, sondern auch intelligent verknüpfen. Daten werden zentral gepflegt, Schnittstellen zu bestehenden Systemen lassen sich anbinden und Rollen- sowie Rechtekonzepte sorgen für Sicherheit und Nachvollziehbarkeit.

Der größte Vorteil: Fachabteilungen können Lösungen oft selbst bauen oder zumindest maßgeblich mitgestalten. Dadurch entstehen Anwendungen, die nicht im Elfenbeinturm entwickelt wurden, sondern nah an der Realität.

Typische Anwendungsfälle – so sieht Low-Code in der Praxis aus

Low-Code ist kein Trend für IT-Konferenzen, sondern längst im Alltag angekommen. Zahlreiche Verwaltungen nutzen die Technologie bereits erfolgreich. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig. Hier kommen ein paar typische Beispiele:

  • Digitale Antragserfassung: Bürger füllen Formulare online aus, Anhänge werden direkt hochgeladen und Prüfungen erfolgen automatisch im Hintergrund.
  • Termin- und Ressourcenplanung: Ob Führerscheinprüfung oder Wohnraumberatung – Termine, Räume und Mitarbeitende lassen sich zentral verwalten.
  • Genehmigungsprozesse: Digitale Workflows machen Abläufe transparent und steuerbar dank Fristenkontrolle, Dokumentation und automatischer Benachrichtigung.

Auch interne Prozesse profitieren. Dienstpläne, Berichtswesen, Raumbelegung oder Dokumentenmanagement lassen sich übersichtlich und benutzerfreundlich digital abbilden. Und weil die Anwendungen modular aufgebaut sind, können sie jederzeit erweitert oder angepasst werden.

Low-Code bietet unendliche Anwendungsmöglichkeiten im Alltag von Behörden.

Vorteile für Behörden – unabhängig von Größe und Struktur

Ein häufiges Argument gegen neue IT-Lösungen lautet: „Dafür haben wir keine Kapazitäten.“ Mit Low-Code kehrt sich dieser Satz fast ins Gegenteil um. Denn hier entstehen digitale Anwendungen mit überschaubarem Aufwand direkt in den Fachabteilungen selbst.

Das bringt gleich mehrere Vorteile: Prozesse werden schneller umgesetzt, die Qualität der Bürgerdienste steigt und wiederkehrende Aufgaben lassen sich automatisieren. Gerade kleinere Verwaltungen profitieren davon, dass sie nicht auf große IT-Projekte angewiesen sind, um digital zu werden. Gleichzeitig helfen gut strukturierte Datenmodelle und nachvollziehbare Prozesse dabei, gesetzliche Vorgaben besser einzuhalten, sei es beim Datenschutz, Aufbewahrungspflichten oder Revisionssicherheit.

Worauf Sie bei der Auswahl einer Low-Code-Plattform achten sollten

Nicht jede Low-Code-Plattform eignet sich automatisch für die öffentliche Hand. Es gibt einige Punkte, auf die Sie bei der Auswahl besonders achten sollten. Gerade wenn sensible Daten verarbeitet werden oder Sie langfristig unabhängig bleiben wollen, sind rechtliche Kriterien unabdingbar.

Wichtig ist zum Beispiel, dass die Lösung DSGVO-konform ist und im besten Fall in deutschen oder europäischen Rechenzentren gehostet wird. Auch eine saubere Rollen- und Rechteverteilung sollte möglich sein. Schließlich arbeiten in Behörden viele Personen mit sehr unterschiedlichen Zugriffsanforderungen. Ebenso entscheidend: Die Plattform sollte sich gut in bestehende Systeme über Standardschnittstellen (beispielsweise REST, OData, CSV) integrieren lassen.

Ein weiterer Punkt ist die Skalierbarkeit. Vielleicht starten Sie mit einem kleinen Anwendungsfall, aber perspektivisch möchten Sie weitere Prozesse digitalisieren. Dann muss die Plattform mitwachsen können. Und nicht zuletzt sollten Sie darauf achten, dass Anpassungen auch später intern umsetzbar bleiben, ohne jedes Mal externe Unterstützung einkaufen zu müssen.

Ninox als Beispiel: So geht Low-Code in der Verwaltung

Eine Plattform, die diese Anforderungen erfüllt, ist Ninox. Sie wurde entwickelt, um Fachbereiche in die Lage zu versetzen, eigene digitale Lösungen ohne Programmierkenntnisse zu gestalten. Gleichzeitig erfüllt Ninox die Anforderungen an Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und mobile Nutzbarkeit, wie sie in der Verwaltung nötig sind.

Typische Beispiele für die Anwendung von Ninox in der öffentlichen Verwaltung sind:

Antragsmanagement
Erfassen Sie Anträge digital über individuell gestaltete Formulare. Mit Ninox automatisieren Sie anschließend Prüfschritte, Fristen und Genehmigungsprozesse. Statusanzeigen zeigen jederzeit den aktuellen Bearbeitungsstand.

Dokumentenlenkung und digitale Aktenführung
Dokumente lassen sich zentral ablegen, mit Datensätzen verknüpfen und versionieren. So behalten Sie die Kontrolle über eingereichte Unterlagen oder interne Schreiben.

Raum- und Ressourcenverwaltung
Verwalten Sie Besprechungsräume, Fahrzeuge oder technische Geräte in einer zentralen Oberfläche. Buchungen können mit Kalenderfunktionen und Zugangsberechtigungen verknüpft werden.

Dienst- und Einsatzplanung
Erstellen Sie Schichtpläne für kommunale Betriebe oder Außendienstteams. Mitarbeitende erhalten automatische Benachrichtigungen über ihre Einsätze. Auch Änderungen lassen sich direkt mobil einsehen.

Bürgeranliegen und Mängelmelder
Erfassen Sie Bürgeranfragen oder Schadensmeldungen digital mit Optionen für Foto-Upload, Standortangabe oder Statusverfolgung.

Ob Antragsmanagement, Raumverwaltung, Dienstplanung oder Dokumentenlenkung: Ninox lässt sich flexibel anpassen und in unterschiedlichsten Bereichen einsetzen. Fachabteilungen können ihre Prozesse eigenständig digitalisieren und Mitarbeiter im Außendienst greifen per Tablet oder Smartphone auf alle relevanten Daten zu. Das Hosting erfolgt auf sicheren Servern in Deutschland und durch die modulare Struktur lässt sich die Plattform bei Bedarf jederzeit erweitern. Für viele Verwaltungen ist das der Einstieg in eine neue digitale, effiziente Arbeitsweise ganz ohne lange Vorlaufzeiten.

Fazit: Mit Low-Code Schritt für Schritt zur digitalen Verwaltung

Low-Code ist mehr als ein Trend. Es ist ein echtes Werkzeug für moderne Verwaltungsarbeit. Statt auf externe Entwickler zu warten oder monatelange IT-Projekte anzustoßen, ermöglichen Sie Ihren Fachabteilungen, Prozesse selbst zu digitalisieren. So gewinnen Sie an Geschwindigkeit, senken den Aufwand und verbessern gleichzeitig den Service für Bürgerinnen und Bürger. Mit einer Plattform wie Ninox gelingt der Einstieg einfach und sicher und Sie legen die Basis für eine Verwaltung, die Schritt für Schritt digitaler, effizienter und zukunftsfähiger wird.

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